Tote Mädchen lügen nicht

Titel: Tote Mädchen lügen nicht
Autor: Jay Asher
Erscheinungsdatum: 20.02.2012
Verlag: cbt – Randomhouse

Preis: 8,99 € (Taschenbuch)
ISBN: 
978-3-570-30843-1
Klappentext:

"Als Clay Jensen aus der Schule nach Hause kommt, findet er ein Päckchen mit 13 Kassetten vor. Er legt die erste in einen alten Kassettenrekorder, drückt auf „Play“ – und hört die Stimme von Hannah Baker. Hannah, seine ehemalige Mitschülerin. Hannah, für die er heimlich schwärmte. Hannah, die sich vor zwei Wochen umgebracht hat. Mit ihrer Stimme im Ohr wandert Clay durch die Nacht, und was er hört, lässt ihm den Atem stocken. Dreizehn Gründe sind es, die zu ihrem Selbstmord geführt haben, dreizehn Personen, die daran ihren Anteil haben. Clay ist einer davon ..."

Meine Meinung…

Das Cover ist passend zum Thema von Tote Mädchen lügen nicht gestaltet, darauf gestoßen bin ich durch die Serie auf Netflix. Die etwas grellen Farben, die Strichliste, das alles passt sehr gut zum Thema des Buches.  Vom Buchrücken her würde ich aber nicht behaupten, dass es den ultimativen Wiedererkennungseffekt hat.

Der Schreibstil von Jay Asher ist flüssig und lässt sich gut lesen.

Im Prinzip geht es eigentlich nur um den Charakter Clay, der sich die dreizehn Kassetten anhört, und Hanna die sich umgebracht hat. Doch Hannah ist die absolute Hauptrolle der Geschichte. Um sie dreht sich einfach alles.
Die Geschichte von 2013 ist auf traurige Weise fesselnd und ergreifend. Wir alle kennen die Rolle unserer Smartphones im Leben, was unser Ruf in der Schule bedeutet, wie brutal Jugendliche sein können.
Hannahs Geschichte demonstriert das Schlimmste was uns passieren kann.
Clay verkörpert die emotionale Mentalität in der Jugend, Verwirrung durch undefinierbare Emotionen,  Unsicherheit in unserem Auftreten.
Vielleicht bemerkt ihr schon, dass ich hier nicht spoilern möchte, schon allein weil das Buch dafür nicht dick genug ist.
Durch die Kassetten die Clay hört wird das Gefühl erzeugt, dass man bei manchen Orten und Geschehnissen hautnah dabei ist oder gar Hannah ist.
Im Vergleich zur Serie muss ich sagen, dass mir diese noch besser gefällt. Clay ist dabei noch sehr viel greifbarer und diese ganzen Probleme die wir mit uns selbst haben kommen noch besser zur Geltung. Die Ereignisse sind hier auch noch brutaler gestaltet, aber darauf ist die Serie ja ausgelegt. Die Zuschauer sollen geschockt werden und sie sollen über dieses unbequeme Thema nachdenken und reden.

Alles in allem würde ich das Buch nicht als total genial oder so betiteln. Es ist ein wichtiges Thema das dort angesprochen wird und das Buch ist auf jeden Fall bildend in unserer Mentalität, wenn ihr mich fragt. Deshalb gebe ich dem Buch vier von fünf Sternen.
★★★★

Jay Asher

Jay Asher ist der Autor des weltweiten Millionenbestsellers »Tote Mädchen lügen nicht«, der in 37 Länder verkauft, u.a. für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert wurde und wochenlang die Spiegelbestsellerliste besetzte. Der Roman wird als 13-teilige Serie auf Netflix ausgestrahlt. Sein zweiter Jugendroman, »Wir beide, irgendwann«, entstand in der Zusammenarbeit mit der Co-Autorin Carolyn Mackler. Jay Asher lebt in Kalifornien, wo auch sein neuester Roman »Dein Leuchten« spielt.


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